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Nikolaus beim FamilienbesuchDass er alljährlich um den 5. Dezember herum in schwarze Stiefel, rote Jacke und Hose steigt, sich die weiße Perücke aufsetzt oder sich in der Art des Bischofs von Myra kleidet und auf Bescherungstour geht, ist für den Klein-Auheimer Nikolaus nichts Neues. Neu in diesem Jahr ist es, dass sein Einsatz durch die Buchung über den Klein-Auheimer Vereinsring e.V. möglich geworden ist und größere Kreise als bisher zieht. Firmen haben noch nicht von dem neuen Nikolaus-Service Gebrauch gemacht. Dafür aber einige Familien, Kitas und Schulen. Das muss sich erst herumsprechen, meint der Nikolaus, der sogar für die Saison 2015 schon besondere Ideen hat. Am Freitag war der Nikolaus bestens vorbereitet auf den Besuch von mehreren Familien im Stadtteil. Im dicken Buch oder auf Zetteln waren sie notiert, die Regelverstöße der zu besuchenden Kinder; ebenso wie die lobend zu erwähnenden Taten. Bei einer Familie zu der sich auch Freunde zum Feiern des Nikolausabends eingefunden haben, beginnt die kleine Rundreise. Fünf Kinder erwarten dort den Besuch des heiligen Mannes - manche mit gemischten Gefühlen, weiß Nikolaus zu berichten. „Manchmal ist da schon ein bisschen Angst dabei.“ Und dort, wo der Nikolaus im Vorjahr schon gewesen ist und sich die Merkzettel aufgehoben hat, herrscht zuweilen großes Staunen. „Woher weiß der das immer noch?“ Das macht auch in diesem Jahr wieder Eindruck auf die Jüngsten aus der Familie und die beiden Freundinnen. Der Nikolaus kann sich an nahezu alles erinnern: Das mangelhafte Aufräumen des Zimmers, das überflüssige Streiten. Da bleibt nichts anderes übrig, als auch einmal den Sprung über die Rute einzufordern. Man den Eindruck, dass die älteren Jungs das von der sportlichen Seite her nehmen. Sie wollen gar nochmal springen, während ihre Freundin mit einem Rutensprung bedient ist. die Kleinste war ohnehin brav und der jüngste der Familie kann noch gar nicht böse sein. Scheinbar weiß er das auch und begegnet dem Nikolaus ganz ohne Angst vor der Rute. Und als es Geschenke gibt, ist die Welt am Nikolausabend vollends in Ordnung. Dem Nikolaus macht die Rolle sichtlich Spaß. „Wenn man die Kinderaugen anguckt und sieht die Reaktionen“, dann wisse man, das man ein Stückchen geheimnisvoller vorweihnachtlicher Freude vermittelt habe. Das gefällt dem Teilzeit-Nikolaus, der dem Vereinsring über die Freiwillige Feuerwehr angehört und die Arbeit im Vorstand unterstützt. Dort „hat jeder sein Aufgabengebiet und den Nikolaus, den habe ich mir herausgezogen“, sagt er. Auch deshalb, weil die Vermittlung von Nikoläusen über Agenturen kostspielig sei. „Es ist schade, dass sich das nicht jeder leisten kann.“ Die Preise, die vom Vereinsring aufgerufen werden, sind hingegen moderat. Für den Besuch in der Familie werden 25 Euro berechnet, bei Firmenfeiern müssen 50 Euro bezahlt werden. Beim Nikolaus selbst bleibt davon nichts hängen. Fünf Euro von jedem Auftritt werden zwar vereinnahmt für die Ersatzbeschaffung eines neuen Bischofskostüms (Nikolaus: „Ich bin knapp 35 Jahre lang bei der Freiwilligen Feuerwehr, so lange kenne ich das Bischofskostüm“), der Rest aber bleibt in Klein-Auheim und wird für Gutes gespendet. Im kommenden Jahr, so kann sich der Nikolaus vorstellen, könnte der er auch im Ortsbild präsent sein. Mit den Treckerfreunden bestehe schon Kontakt, mit Schreinern, die vielleicht einen rollenden Schlitten zaubern können, werde auch noch gesprochen. „Das ist mein Projekt für nächstes Jahr,“ sagt der Klein-Auheimer Nikolaus.
Quelle: Hanau Post, Bild: Dieter Kögel

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